Meine bunte Künstlerfamilie

Hey du,

ich muss dir einfach mal von meiner Familie erzählen und wie das Künstlerische bei uns in den Genen liegt. Es ist echt schön, daran zurück zu denken. Kunst begleitet uns schon seit Generationen und hat unsere Lebenswege auf wundervolle Weise geprägt. Unsere Familie ist immer kreativ, frei und unkonventionell gewesen, und ich hatte das große Privileg, einfach sein zu dürfen. Das hat meine Entscheidung, später als hauptberuflicher Künstler durchzustarten, stark beeinflusst.

Meine Oma war schon als Kind eine kleine Künstlerin. Weil sie damals kein Papier zum Malen hatte, hat sie kurzerhand die Wände bemalt. Ich stelle mir das immer mit einem breiten Grinsen vor: kleine Kinderhände, die voller Eifer die Wände verschönern, während ihre Eltern wahrscheinlich verzweifelt daneben standen und dachten: "Nicht schon wieder!" Vermutlich setzte sie damals den Grundstein dafür, dass Kreativität in unserer Familie immer ihren eigenen, manchmal unkonventionellen Weg findet – keine Grenzen kennt und einfach sein darf, auch wenn dabei die Wände dran glauben müssen.

Blumen gemalt von meiner Oma als sie 90 war :-)

Meine Mutter hat dieses künstlerische Erbe dann auf ihre ganz eigene Weise weitergeführt. Sie hatte eine Unternehmensberatung mit einem riesigen Büro – alles mit weißen Wänden. Und was macht man mit so viel freiem Platz? Genau, man malt! Meine Mutter hat angefangen, großformatige Acrylgemälde zu schaffen. Diese farbenfrohen Kunstwerke haben das Büro in etwas Magisches verwandelt. Für mich war das der schönste Spielplatz. Überall Leinwände, Farbtöpfe und der Duft von frischer Farbe – das war meine Welt.

Gemälde eines Schimpansen 100 x 100 cm, gemalt von meiner Mama "MO-NINI" 2021

Ein Portrait das meine Mutter 10 Jahre vor meiner Geburt gemalt hat

Gemälde eines Schimpansen 100 x 100 cm, gemalt von meiner Mama "MO-NINI" 2021

Meine Mutter hat dieses künstlerische Erbe dann auf ihre ganz eigene Weise weitergeführt. Sie hatte eine Unternehmensberatung mit einem riesigen Büro – alles mit weißen Wänden. Und was macht man mit so viel freiem Platz? Genau, man malt! Meine Mutter hat angefangen, großformatige Acrylgemälde zu schaffen. Diese farbenfrohen Kunstwerke haben das Büro in etwas Magisches verwandelt. Für mich war das der schönste Spielplatz. Überall Leinwände, Farbtöpfe und der Duft von frischer Farbe – das war meine Welt.

Ein Portrait das meine Mutter 10 Jahre vor meiner Geburt gemalt hat

Als ich noch ein kleiner Knirps war, habe ich Stunden damit verbracht, auf dem Boden im Büro meiner Mutter zu liegen und auf riesigen Tapetenbahnen zu zeichnen, die extra für mich ausgerollt wurden. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich meine eigenen kleinen Welten erschaffen habe – mit Tieren, die in farbenfrohen Häuschen lebten und durch fantasievolle Landschaften streiften. Diese Momente waren wie ein endloses Abenteuer in meiner eigenen kleinen Fantasiewelt. Und weißt du was? Schon damals habe ich angefangen, meine ersten Portraits zu malen, auch wenn ich damals noch so klein wie ein Zwerg war! Ach ja, und nicht zu vergessen: die Wände meines Zimmers waren meine erste Leinwand – ich durfte sie bemalen, und meine Mutter hat das stets begrüßt. Statt mich zu bremsen, hat sie mir noch mehr Farben und Pinsel in die Hand gedrückt.

Meine ersten Portraits, links mit 2 Jahre und 8 Tagen , rechts mit drei Jahren und 2 Monaten - vortschritt erkennbar :-)

Ich mit ungefähr sechs Jahren

Meine ersten Portraits, links mit 2 Jahre und 8 Tagen , rechts mit drei Jahren und 2 Monaten - vortschritt erkennbar :-)

Ich mit ungefähr sechs Jahren

Mein Sohn Dion hat definitiv die kreative Ader geerbt. Mit gerade mal sechs Jahren hatte er seine erste Vernissage in einer Galerie – ein unvergesslicher Moment! Fast alle seine Bilder wurden verkauft, bis auf die, die ich natürlich unbedingt behalten wollte. Es war einfach unglaublich zu sehen, wie begeistert die Leute von seinen Werken waren. Aktuell mit 16 Jahren ist seine Neugierde eher auf IT-Themen gerichtet, aber wer weiß, vielleicht führt ihn seine kreative Reise ja doch noch zu neuen künstlerischen Ufern.

Meine siebenjährige Tochter Mayla ist ebenfalls total kreativ. Sie malt und bastelt bei jeder Gelegenheit. Während sie das Malen liebt, zieht es sie oft zu dreidimensionalen Projekten. Sie baut aus Pappkartons kleine Häuser und formt die wildesten Skulpturen aus Ton. Ihre Kreativität kennt keine Grenzen, und ich liebe es zu sehen, wie ihre Ideen Gestalt annehmen. Mayla ist besonders daran interessiert, ihre Werke zu verkaufen, also wundere dich nicht, wenn sie bei deinem nächsten Atelierbesuch versucht, auch dich als Sammler ihrer Kunst zu gewinnen ;-)

Gemälde von Mayla das sie mit 6 Jahren spontan auf einen Pappkarton gemalt hat.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich diese künstlerische Leidenschaft durch unsere Familie zieht. Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigene Art, Kreativität auszudrücken. Ich bin so dankbar für diese bunten Erinnerungen und die Freude, die uns die Kunst bringt. Vielleicht führen unsere Wege eines Tages zu einer eigenen kleinen Familiengalerie. Wer weiß? 

Ich hoffe, dir hat dieser kleine Einblick in mein Familienleben gefallen. Erzähl mir doch mal, wie es bei euch zu Hause aussieht.

Liebe Grüße,

 

Shirin